Presse

BleibHund 23. Januar 2009

City Vision zu Gast in der Hundeschule Bleib Hund in Grevenbroich.

Zum Film, HIER klicken—-> Hundeschule Bleib Hund

Ein Artikel der Hundeschule Bleib Hund im Burgsee Kurier zum Thema Beratung vor dem Hundekauf

erstellt von Jörg Joachim

Diesen Artikel und viele weitere interessante Artikel finden Sie unter www.burgseekurier.de

Wer fragt den Hund?
Bild wird geladen... Spätestens als der berühmteste Collie der Welt, Lassie, zwischen 1958 und 1974 in einer Fernsehserie in sämtliche Wohnzimmer der Welt lief und Heldentaten vollbrachte, wurde er zum Modehund. „So einen will ich auch“, forderten nicht nur die Kinder.Im Prinzip hat sich daran wenig geändert. Zerreißen Huskys im Film „Antarctica-Gefangen im Eis“ die Herzen der Zuschauer, wird es chic, sich einen solchen Gefährten auf die Couch zu holen und Maya zu nennen. Aber was meint der Hund dazu? Wer fragt ihn überhaupt?„Der Bedarf an Aufklärung ist sehr hoch“, beschreibt Hundetrainerin Susanne Klöcker die Situation. Nicht nur sie stellt fest, dass selten eine Beratung vor dem Hundekauf in Anspruch genommen wird. Selbst wenn die Menschen den Hund haben und nicht damit zurecht kommen, dauert es mitunter Jahre, bevor sie fachkundige Hilfe suchen. „Die Leute kommen erst, wenn der Druck zu hoch ist“, schätzt die Tierpsychologin die Lage ein, „oft gehen sie dann wieder, wenn sich der Erfolg nicht sofort einstellt oder surfen von Hundeschule zu Hundeschule“.Dabei weiß Susanne aus ihrer Erfahrung, dass die vierbeinigen Gesellen sehr anpassungsfähig sind. Aber nicht unendlich. Der Border Collie hat ganz andere Ansprüche als der Labrador, der Schäferhund braucht ein anderes Umfeld als der Husky. „Mischlinge muss man erst anschauen und kennen lernen“, rät die Fachfrau aus Grevenbroich.Susanne Klöcker nennt ihr Unternehmen Hundeschule „Bleib Hund“ und fügt an: “Ich begleite Sie auf dem Weg zu einer entspannten Mensch-Hund Beziehung”. Sie selbst hat eine lange Liste an Qualifizierungen vorzuweisen, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Ständig lernt sie weiter, informiert sich: „Null Acht Fünfzehn Hundehaltung kann bei speziellen Rassen oder Hundetypen zu Störungen führen“, weiß sie. Und: „Es gibt nicht DIE Erziehungsmethode, das ist zu einseitig.“Ein Ehepaar mit einem Hund, der fünf Jahre lang die gesamte Nachbarschaft verrückt kläffte, kam beispielsweise zu ihr und nach wenigen Stunden war das Problem gelöst. Dann wiederum tauchen Fälle auf, die leichter erscheinen und länger brauchen. Dabei erweist sich meist der Zweibeiner als Problem und ist Angestellter vom Hund. „Der Hund kann es, der Mensch ist noch nicht soweit“, plaudert Susanne aus dem Nähkästchen ihrer Erfahrungen und erzählt, dass selbst kleinste Vierbeiner oft Chef im Hause sind, weil sie keine Grenzen gesetzt bekommen.„Der eine Hund ist zart, der andere ist hart“, begründet die Trainerin die Notwendigkeit, jedes Tier individuell anzugehen. Durchaus benötigt der Rüpel auch mal einen Stups in die Seite (kein Schlagen!) und das Sensibelchen braucht einfach nur Ruhe und Abstand.Jo.

Bild wird geladen...Fragen zu Ihrer Tätigkeit beantwortet die Tierpsychologin und Verhaltensberaterin für Hunde mit Problemen, Susanne Klöcker, den Leserinnen und Lesern vom Burgsee-Kurier gleich hier:

JJ: Susanne, warum magst du Hunde?

Susanne Klöcker: Ich bin mit Tieren aufgewachsen und Hunde standen bei mir schon immer im Mittelpunkt.Hunde sind genau wie wir Menschen sozial motivierte Lebewesen, die sich wunderbar an den Menschen anpassen können.

JJ: Was bietest du in deiner Hundeschule an?

Susanne Klöcker: Mein Spezialgebiet sind Hunde mit Problemen. Dafür biete ich Hausbesuche, Einzeltraining und Intensivtraining an. Um die Handlungsfähigkeit im Bezug zum eigenen Hund zu trainieren, biete ich Welpengruppen, Junghundegruppen und Übungsgruppen für Fortgeschrittene an. Auf meinen Hundewanderungen lernt man, dass ein Spaziergang mit freilaufenden Hunden ein meist viel zu unterschätztes Beschäftigungsfeld für Hund und Halter ist.

Dann biete ich noch die Beratung vor dem Hundekauf an, die leider viel zu selten in Anspruch genommen wird. Leider wird der Hund meist nur nach äußeren Kriterien ausgesucht, was fatale Folgen haben kann, wenn man sich nicht umfassend über die jeweiligen Rassen informiert.

JJ: Kann nach deiner Erfahrung jeder Mensch oder jede Familie von den Voraussetzungen her einen Hund halten?

Susanne Klöcker: Grundsätzlich Ja! Natürlich sollten die Rahmenbedingungen für Mensch und Hund passen. Wenn man viel Zeit und Hundeerfahrung hat, kann man einen großen sportlichen Hund auch in einer kleinen Wohnung halten, solange für viel Auslauf und artgerechte Beschäftigung gesorgt ist. Im Gegensatz dazu habe ich auch schon kleine Hunde in großen Häusern erlebt, die verhaltensauffällig wurden, weil sie viel zu unterfordert waren und nicht artgerecht gehalten wurden oder man hatte sich nicht genügend über die Rasse informiert.

JJ: Worauf sollte man beim Hundekauf achten?

Susanne Klöcker: Dies ist ein sehr individuelles Thema, welches nicht leicht zu pauschalisieren ist. Beim ersten Hund sollte man sich in jedem Fall fachkundig beraten lassen. Dann sollte der finanzielle Aspekt gut überdacht werden, weil Hunde Geld kosten (Anschaffung, Zubehör, Tierarzt, Versicherung, Steuern, Futter, Hundeschule und sonstiges).

Krankheiten bei den Menschen, wie beispielsweise Allergien, sollten im Vorfeld ausgeschlossen sein und das eigene Alter (körperliche Fitness) bei der Wahl der Rasse und dem Hundealter berücksichtigt werden. Mit 70 sollte man sich keinen Welpen mehr anschaffen.

Zeit ist in der heutigen Welt auch ein Faktor, der vorhanden sein sollte, weil jeder Hund Auslauf und Beschäftigung benötigt. Es ist ein Irrglaube, dass kleine Hunde weniger oder sogar gar keinen Auslauf benötigen!

Und natürlich die Wahl der Rasse sollte gut überlegt sein. Auch ein Mischling kann problematisch sein. Was soll der Hund am Ende leisten? Kann ich den Anforderungen des Hundes gerecht werden oder kann der Hund meinen Anforderungen gerecht werden? Sich in einem Rassebuch zu informieren ist schon mal eine gute Sache, doch fast jeder Hund ist in einem solchen Buch als guter familientauglicher Hund aufgeführt. Ein kompetenter Hundetrainer sollte in der Lage sein, aus eigenen Erfahrungen individuell aufzuklären, um falschen Erwartungen und Enttäuschungen vorzubeugen.

JJ: Warum ist es wichtig, so schnell wie möglich sachkundige Hilfe zu holen?

Susanne Klöcker: Erst mal kann man schon vielen Problemen vorbeugen, wenn man mit dem Welpen, Junghund oder ausgewachsenem Hund in eine Hundeschule geht, der man vertraut und die auch fachliche und sachliche Kompetenzen nachweisen kann.

Wenn man aber merkt, dass etwas mit dem eigenen Hund nicht so läuft wie man sich das vorstellt, sollte man nicht lange warten, weil die Probleme sich zu sehr manifestieren können und am Ende ein Training viel Zeit und Mühe kosten kann. Je eher ich kompetente Hilfe in Anspruch nehme, um so schneller kann ein Problem gelöst werden.

JJ: Bekommt man diese in jeder Hundeschule?

Susanne Klöcker: Nein, leider nicht. Heute darf sich jeder, der ein Gewerbe angemeldet hat, Hundetrainer, Verhaltensberater, Tierpsychologe, Hundecoach, Hundeflüsterer oder sonst wie nennen. Der Titel sagt gar nichts über fachliche Kompetenz aus.

Doch zum Glück wird mittlerweile Abhilfe geschaffen, indem man bei „Canis Zentrum für Kynologie“ eine Ausbildung zum staatlich anerkannten, zertifizierten Hundetrainer machen kann. Die Zertifizierung ist über die Tierärztekammer Schleswig Holstein anerkannt und gilt bundesweit. Anhand der Zertifizierung soll es für den Hundebesitzer einfacher werden, eine kompetente Hundeschule für sich zu finden.

JJ: Danke Susanne

weitere Information unter: www.bleib-hund.de






Fotos: S.K.

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